{"id":1793,"date":"2018-05-24T21:52:54","date_gmt":"2018-05-24T19:52:54","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.1.104\/wordpress\/?page_id=1627"},"modified":"2019-09-13T17:44:13","modified_gmt":"2019-09-13T15:44:13","slug":"was-ist-judo","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.judo-kaufbeuren.de\/newsBlog\/?page_id=1793","title":{"rendered":"Was ist Judo?"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Herkunft und Entwicklung des Judo:<\/strong><\/h1>\n<ul>\n<li>\n<h2>Ursprung liegt in der Selbstverteidigung<\/h2>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Den Kampf Mann gegen Mann um Probleme zu l\u00f6sen gibt es schon seit Menschengedenken. Somit auch Selbstverteidigung und Selbstverteidigungssysteme. Hierbei gibt es zwei verschiedene Varianten. Das eine beruht auf der reinen Kraft des Mannes (z.B. Ringen). Dem steht eine Kampfform gegen\u00fcber in der haupts\u00e4chlich Geschicklichkeit und Schnelligkeit verlangt wird. Dieses System wendeten die Deutschen Landsknechte und die japanischen Samurai an. Sie hatten zudem sehr gute Kenntnis der schwachen Stellen des menschlichen K\u00f6rpers und machten sich die Hebelgesetze zu nutzen. Die Landsknechte verschwanden nach einiger Zeit sommit auch ihre Kampfkunst. Die Selbestverteidigungskunst der Samurai jedoch \u00fcberlebte bis in die Gegenwart, ihr Einfluss ist auch im heutigen Judo-Sport zu erkennen ist. An den H\u00f6fen der damaligen Feudalherren wurden die Samurai von japanischen Meistern im Nahkampf mit und ohne Waffe unterrichtet. Jeder Meister, jede Schule hatte seine eigenen Techniken und Griffe die wie ein Geheimnis geh\u00fctet wurden. Diese Schulen waren bis zum 16. Jahrhundert in ihrer Bl\u00fchte, dann war auch das damalige Feudalsystem Vergangenheit. Mit der Meji-Restauration (1867) schien auch das Ende der Samurai-K\u00fcnste gekommen zu sein. Da die Begeisterung f\u00fcr westliche Dinge den traditionellen K\u00fcnsten den Rang abzulaufen schien.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h2>Jigoro Kano: Der Gr\u00fcnder des Judo<\/h2>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Deutsche Geheimrat B\u00e4lz aus Bietigheim, der an der kaiserlichen Universit\u00e4t unterrichtete, war es der seine Sch\u00fcler dazu ermunterte wieder zu ihren Wurzeln zur\u00fcckzukehren und ihre alten traditionellen Kampfk\u00fcnste zu erlernen. Einer seiner Sch\u00fcler war Jigoro Kano wollte nicht nur die traditionellen Selbstverteidigungstechniken (Ju-Jitsu oder Jiu-Jitsu) erlernen sondern von mehreren Meistern lernen um so eine Mischung aller Techniken zu erreichen. Er erkannte das die Techniken immer noch auf den traditionellen und einseitigen Techniken der alten Schulen aufgebaut war. Diese waren wegen ihrer H\u00e4rte jedoch eher \u00fcr den Ernstfall, also f\u00fcr die Schlacht geeignet. Nicht nur die k\u00f6rperliche Ausbildung auch eine allumfassende Erziehung und Bildung m\u00fcsse in die Schulung mit eingehen. Dies erkannte er nach mehreren Jahren des Studiums, woraufhin er 1882 seine eigene kleine Schule (Dojo) den Kodokan (Ort zum Studium des Weges) er\u00f6ffnete. Er unterrichtete seine Sch\u00fcler nicht nur in der einfachen Kunstfertigkeit der einzelnen Ju-Jitsu-Schulen sondern brachte ihnen auch sein neues Zweikampfsystem bei.Da dieses System zu gro\u00dfem Teil auf dem Prinzip des Nachgebens funktioniert nahnte er es Judo (sanfter Weg). Die Pers\u00f6nlichkeit Jigoro Kanos und die \u00dcberlegenheit dieses neuen Systems trug zum schnellen Siegeszug des Judo in der ganzen Welt.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1634\" src=\"http:\/\/www.judo-kaufbeuren.de\/newsBlog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/kano.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"175\"><br \/>\nJigoro Kano<\/div>\n<ul>\n<li>\n<h2>Entwicklung des Judo in Deutschland<\/h2>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>1905 er\u00f6ffnete Erich Rahn in Berlin die erste Judo-Schule in Deutschland. Ein weiterer Mitbegr\u00fcnder des Judo in Deutschland war Alfred Rhode der 1920 eine Judo-Schule in Frankfurt er\u00f6ffnete. Vor dem zweiten Weltkrieg kamen japanische Meister f\u00fcr einige Tage im Jahr um die wissensdurstigen Deutschen zu unterrichten. Wegen des kurzen Zeitraums war ihr Einfluss jedoch sehr gering. Der Zweite Weltkrieg war verst\u00e4ndlicher Weise eine Pause f\u00fcr den Vortschritt im Judo in Deutschland doch danach kam der gro\u00dfe Aufschwung. Hauptberufliche Lehrer &#8211; Hirano, Kurokawa, Nagaoka, Suzuki, Watanabe, Han Ho San-, deren Arbeit sich f\u00fcr den Judosport sehr auszahlte, und die Er\u00f6ffnung zahlreicher Judo-Schulen, die bisher abseitsstehende Kreise mit dem Judo vertraut machten, lie\u00dfen die Zahl der deutschen Judoka bis 1969 auf \u00fcber 90 000 schnellen. An den Olympischen Spielen 1964 in Tokio zeigte sich, dass sich die einst von japanische K\u00e4mpfern dominierte Sportart auch in Europa eine Namen gemacht hat. 8 von den 16 Medallien gingen nach Europa.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h2>Der Unterschied&nbsp;zwischen Judo und Jiu-Jitsu !<\/h2>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>An der vorhergehende Entwicklung des Judos hat man gesehen, dass es aus der Selbstverteidigung entstanden ist. Das hei\u00dft, dass der Gegner in einer Situation in der es um Leben und Tod geht, sofort kampfunf\u00e4hig gemacht werden kann. F\u00fcr den damaligen Krieger war dies nat\u00fcrlich ideal. Beim heutigen Kodokan-Judo sind alle ge\u00e4hrlichen Techniken, Griffe oder Tritte entfernt worden.Das unterscheidet das heutige Judo von Jiu-Jitsu der alten Zeit. Au\u00dfer in Korea und Russland wird auf wird auf der ganzen Welt das gleiche Kodokan-Judo gelehrt. Ju-Jitsu ist also die reine Selbstverteidigung und im Judo hat der sportliche Aspekt vorrang, wobei man sich jedoch auch mit Judo in einer Notsituation zur wehr setzen kann. Nur zur Selbstverteidigung sollte man jedoch kein Judotraining beginnen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h2>K\u00f6rper und Geist<\/h2>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man muss nicht k\u00f6rperlich st\u00e4rker sein als sein Gegner sonder geistig. Den nur wer sich die Kraft des anderen zu Nutzen macht und somit das Gleichgewicht seines Gegners bricht wird am Ende als Sieger hervorgehen. Das erste Prinzip beruht also auf dem Gesetzt des Nachgebens des Gleichgewichtbrechens und das man nur soviel Kraft einsetzt wie gerade ben\u00f6tigt wird. Judo ist nicht nur ein Sport sondern auch ein Erziehungssystem. Im Training gibt es keine Gegner sondern nur Partner von denen man lernt oder ihnen bei Fehlern Hilfe anbietet. Man ordnet sich in ein soziales System ein, man lernt sich unterzuordnen, lernt Freunde kennen die die gleichen Interessen teilen. Dadurch wird man zum vollwertigen Mitglied der Gesellschaft.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>Was kann mir Judo geben ?<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<table style=\"height: 112px;\" width=\"577\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">J<br \/>\nU<br \/>\nD<br \/>\nO<\/td>\n<td>\n<ul>\n<li>bringt K\u00f6rper und Geist in Form<\/li>\n<li>messen mit anderen im sportlichen Wettkampf<\/li>\n<li>Judo formt Charakter und Pers\u00f6hnlichkeit<\/li>\n<li>viel Spa\u00df und Freunde<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herkunft und Entwicklung des Judo: Ursprung liegt in der Selbstverteidigung Den Kampf Mann gegen Mann um Probleme zu l\u00f6sen gibt es schon seit Menschengedenken. Somit auch Selbstverteidigung und Selbstverteidigungssysteme. Hierbei gibt es zwei verschiedene Varianten. 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