Archiv für März 2015

Tobias Bergmeier belegt den 3. Platz beim Masters in Bremen, Lisa Dollinger belegte den 3. Platz in Bad Blankenburg.

Montag, 23. März 2015

2015-03-21 16.51.10Zum 30. Mal hatte der Bremer Judoverband zum Internationalen Bremen Masters in der Altersklasse MU18 und MU21eingeladen. Das Turnier in der Bremer Messehalle gilt als Standortbestimmung im internationalen Vergleich der höchsten Leistungskategorie. Insgesamt stellten 24 Nationen rund 920 Judoka aus ihren Nationalkadern, die um Medaillen wetteiferten, darunter waren als Vertreter des TV Kaufbeuren Tobias Bergmeier und Jakob Hartmann. Während die Männer sich in der Hansestadt maßen, ging es für die Frauen U18 und U21 im Thüringer Wald um die Medaillen. Beim Thüringenpokal in Bad Blankenburg trafen die deutschen Sportlerinnen auf ihre internationale Konkurrenz. Auch das Turnier im Herzen von Deutschland gilt als Standortbestimmung für die kommenden Saisonhöhepunkte, hier war Lisa Dollinger als Kaufbeurer Vertreterin am Start.

Jakob Hartmann und Tobias Bergmeier vom Landeskader Bayern starteten neben 59 weiteren Judoka in der Gewichtsklasse bis 73 kg. Jakob Hartmann versuchte gegen van Winden aus den Niederlanden mit seinem Spezialwurf O soto gari (große Innensichel) zu punkten. Van Winden drehte jedoch den Spieß um und konterte Hartmann mit O soto gari, damit erzielte der Holländer einen 10:0 Sieg und für den Kaufbeurer war das Turnier mit nur einer Niederlage schon zu Ende. Ihm blieb nur noch die undankbare Aufgabe, seinen Trainingspartner Bergmeier anzufeuern.
Für Tobias Bergmeier hielt das Los mit Jongen Hielke ebenfalls einen Kontrahenten aus den Niederlanden bereit. Bergmeier brachte seinen Gegner mit einem O goshi (Hüftwurf) zu Boden und zwang ihn in einem Haltegriff, der dem Kaufbeurer 10:0 Punkte einbrachte. In der nächsten Begegnung traf Bergmeier auf den Kanadier Benjamin Kendrick, nach der Hälfte der Kampfzeit rang Bergmeier seinen Gegner zu Boden und konnte ihn mit einer Würgetechnik zur Aufgabe zwingen. Auch Pavel Svec aus Tschechien fand gegen Bergmeier kein Rezept. Svec setzte eine Wurftechnik an, die Bergmeier auskonterte und am Ende der Kampfzeit mit 7:0 Punkten siegte. Um als Sieger aus Pool D das Halbfinale zu erreichen, musste Bergmeier auch gegen Emil Hennebach punkten. Mit einem knappen Zwei-Punkte-Sieg überwand der Judoka des TVK auch diese Hürde. Im Halbfinale stand er nun Luanh Rodrigues aus Brasilien gegenüber. Bei einem ausgeglichen Kampf setzte Bergmeier 29 Sekunden vor Schluss einen Hüftwurf an, den der Brasilianer (späterer Turniersieger) geschickt konterte und dafür vier Punkte einheimste. Zwar setzte Bergmeier seinen Kontrahenten weiter unter Druck und konnte durch eine Shido-Wertung auf 4:2 verkürzen, doch am Ende der Kampfzeit musste Bergmeier in die Trostrunde. Um Platz drei ließ Bergmeier gegen Danills Smikovskis aus Lettland nichts mehr anbrennen, mit einem Koshi guruma (Hüftwurf), für den Bergmeier sieben Punkte bekam und einem anschließendem Haltegriff beendete Bergmeier den Kampf vorzeitig und konnte bei der Siegerehrung die Bronzemedaille vom Bundestrainer in Empfang nehmen

Gegen die österreichische Nationalkämpferin Michaela Pollers sammelte Dollinger in ihrem Auftaktkampf 4:2 Unterbewertungspunkte. Adela Szarzecova vom tschechischen Nationalteam fand ebenfalls kein Mittel gegen Dollinger. Schon nach einer Minute geriet Szarzecova in einen Haltegriff und musste so vorzeitig gegen die Kaufbeurerin aufgeben. Lisa Müller, die Lisa Dollinger schon bei der Deutschen zum Verhängnis wurde, war die nächste Kontrahentin Wieder konnte die Leipzigerin ihren Spezialwurf Uchi mata (Innenschenkelwurf) anbringen und zwang Dollinger mit 10:0 Punkten in die Matte. In der Trostrunde hatte die Französin Marina Olarte aus Marseille gegen Dollinger keine Chance, mit 10:0 Punkten durch Schulterwurf ging die Begegnung klar auf das Konto von Dollinger. Auch die Niederländerin Natacha Ausma, musste nach drei Minuten durch zwei Schulterwürfe die Matte mit einer 0:10 Niederlage verlassen. Im kleinen Finale fand Dollinger zunächst gegen Natalia Schauseil keine Lösung, beide Athletinnen hatten zur Halbzeit eine Verwarnung gegen sich. Kurz vor Ende der Kampfzeit gelang Dollinger ein weiterer Schulterwurf, für den sie vier Punkte erhielt und somit nach Ende der Kampfzeit den Sieg und die Bronzemedaille bis 70 kg feiern durfte.

Gold/Bronze beim Internationalem Turnier in Gabolnz an der Neiße 2015

Dienstag, 17. März 2015

GablonzSieben Judoka des TV Kaufbeuren folgten der Einladung des Judoclubs Gablonz an der Neiße um am internationalen Turnier teilzunehmen. Insgesamt waren 1100 Judoka aus Polen, Ungarn, der Slowakei, sowie aus Tschechien und Deutschland an zwei Wettkampftagen auf der Matte. Für die tschechischen Judoka war dieses Turnier gleichzeitig eine Sichtung der dortigen Landesverbände. Bürgermester Petr Beitel kam nach der Eröffnungsfeier in die VIP Lounge um mit den Kaufbeurer Judoka, dem Abteilungsleiter Dieter Zimmermann und dem Betreuer Ladislav Cerman ein herzliches Gespräch zu führen. Er betonte, dass er sich besonders über die Teilnehmer aus der Städte-Partnerschaft Kaufbeuren freue.
Für die Kaufbeurer standen Jakob Hartmann und Tobias Bergmeier in der mit 30 Teilnehmern besetzten Gewichtsklasse bis 73 kg auf der Matte. Hartmann, der in Pool A antrat, konnte seinen Auftaktkampf gegen Ondaej Chlopèík aus Polen mit einem Schulterwurf( Seoi nage) 10:0 gewinnen. Im zweiten Kampf traf er auf den späteren Turniersieger Akakadiusz Dzimarmaga von Tam Polen. Gegen den letztjährigen Sieger konnte Hartmann über die reguläre Wettkampfzeit gut mithalten. In der Verlängerung handelte sich der Judoka des TV Kaufbeuren jedoch eine Verwarnung (Shido) wegen Passivität ein, durch die er letztendlich den Kampf abhaken musste. Mit drei Siegen in der Trostrunde gegen David Dvorský aus Tschechien mit Haltegriff, David Paleéek vom Judo Club Brno Tschechien ebenfalls mit Haltegriff , sowie gegen Mikuláš Meško aus Prag mit Innenschenkel Wurf (Uchi mata) punktete er sich durchgehend vorzeitig mit 10:00 Punkten bis ins kleine Finale. Dort traf Hartmann auf seinen Vereinskollegen Tobias Bergmeier. Bergmeier kämpfte in Pool B problemlos gegen Pavel Studený – mit einem 10:0 beförderte er seinen Gegner aus der Slowakei mit einen Schulterwurf auf die Matte. Im zweiten Kampf musste Vit Pomahè den Kampf an Bergmeier abgeben. Mit einer beeindruckenden Abtauchtechnik, für die Bergmeier 10 Punkte bekam, beendete er auch diesesDuell vorzeitig. Mit einer großen Innersichel (O uchi gari) überraschte Bergmeier im Halbfinale den Polen Piwoński und beendete auch diese Begegnung mit 10:0 Punkten .Im Einzug ins Finale stand Bergmeier Matij Horský gegenüber. Bergmeier, der bis zum Schluss den Kampf dominierte, lief kurz vor Ende der Kampfzeit in einen Schulterwurf seines Gegners und unterlag mit 0:10 Punkten. Im kleinen Finale um Platz drei standen sich nun die beiden TVK-Athleten gegenüber. Hartmann ging mit einer kleinen Wertung in Führung, kurz vor dem Ende des Kampfes setzte Bergmeier jedoch einen Seitfallwurf (Sumi gaeshi) an, für den er acht Punkte bekam und sicherte sich die Bronzemedaille – für Hartmann blieb es beim undankbaren fünften Platz. Julia Lebsanft startete in der Gewichtsklasse bis 63 kg, sie gewann ihren Auftaktkampf gegen Wiktoria Smjwsienkiewicu mit einer großen Innensichel (O uchi gari) vorzeitig mit 10:0. Gegen die Pragerin Aneta Jeèná, die einen Hüftwurf ansetzen wollte, konterte Lebsanft ihre Gegnerin und ging mit 5:0 Punkten in Führung, die sie taktisch geschickt über die Wettkampfzeit brachte. Im Viertelfinale besiegte Lebsanft die Kaderathletin Eva Marešová mit 10:0 durch Haltegriff. Im Halbfinale setzte Lebsanft einen Innenschenkelwurf an (Uchi Mata), der von Kristýna Poláškova vom Judo Club Banik Ostrava -der späteren Siegerin – eiskalt gekontert wurde und so wurde die Kaufbeurerin in die Trostrunde geschickt. Mit Adèla Martínková (ebenfalls vom Judo Club Ostrava) machte Lebsanft kurzen Prozess, hoch motiviert besiegte sie ihre Kontrahentin bereits nach 10 Sekunden mit ihrer Spezialtechnik O uchi gari (Innenschenkelwurf) und erhielt dafür die Bronzemedaille. Nina Herb, die in der Gewichtsklasse bis 44 kg kämpfte, hatte gegen Miluše Hartlová in ihrem ersten Kampf sofort die Oberhand – mit einem Hüftwurf (O goshi) beendete sie die Begegnung mit 10:0 Punkten. Gegen die Polin Paulina Szlachta geriet sie mit 0:6 Punkten in Rückstand. Mit großen Kampfgeist zwang Herb ihre Gegnerin kurz vor Beendigung der Kampfzeit in einen Haltegriff und nötigte sie so zur Aufgabe. Im Finale zeigte Herb ihren Willen zum Sieg – mit einem Hüftwurf beförderte sie Nikola Szlachta (die Schwester von Paulina Szlachta) in die Bodenlage und beendete den Kampf somit vorzeitig. Damit erhielt Nina Herb ihre wohlverdiente Goldmedaille. Jan Becker und Michael Hermann schieden mit jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen aus dem Turnier aus.
Mit der Ausbeute von einer Gold- und zwei Bronzemedaillen können Aktive und Betreuer sehr zufrieden sein. Für Jakob Hartmann und Tobias Bergmeier war es zudem eine gute Vorbereitung für den anstehenden European Cadets Cup, der MU18 in Teplice/Tschechien und für das bevorstehende Masters Turnier in Bremen. Aber auch für Nina Herb galt dieses Turnier als Vorbereitung auf das DJB-Sichtungsturnier in Bottrop und das anschließende Trainingscamp in Duisburg. Neben dem Wettkampf fanden die Kaufbeurer noch Zeit, für einen Rundgang in Gablonz, eine kleine Ausflugsfahrt in die Umgebung und natürlich wurden die Kontakte zu den Judofreunden in der Partnerstadt vertieft..
Auf dem Foto von links: Ladislav Cerman, Tobias Bergmeier, Julia Lebsanft, Nina Herb und Jakob Hartmann.

Die Ergebnisse vom Spitzbubenturnier 08.03.2015

Dienstag, 10. März 2015


1. Platz Julian Mesemann -29 kg mit vier Siegen.
2. Platz Felix Hermann -37 kg mit drei Siegen.
2. Platz Nicolas Hartmann -46 kg mit drei Siegen.
3. Platz Lukas Mann -50 kg mit drei Siegen.
3. Platz Roman Moltschanov -60 kg mit einem Sieg.

Silber und Bronze bei den Deutschen U21 in Frankfurt an der Oder

Montag, 09. März 2015

Lisa DavidDie Kaufbeurer Judoka Lisa Dollinger und David Karle starteten bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Altersklasse U21 in Frankfurt an der Oder. Für die nominierte Lisa Dollinger war es nach ihrer langen Verletzungspause wegen einer Schulteroperation das Ziel, sich wieder auf Nationalebene zu präsentieren. Der über die Qualifikation startende David Karle hatte sich einen Platz unter den ersten Drei vorgenommen, um seinen Aufwärtstrend der letzten Deutschen Ranglistenturniere weiter zu untermauern.

In der Gewichtsklasse bis 70 kg ging Lisa Dollinger unter insgesamt 26 Qualifizierten auf die Matte. Die Auslosung hatte als erste Gegnerin Pia Kampes vom Judo-Club 1958 Mönchengladbach ergeben. Mit einem Schulterwurf und einem anschließenden Haltegriff, beendete Dollinger schon nach einer Minute ihren Einstand ins Wettkampfgeschehen mit 10:0 Punkten. In der zweiten Begegnung stand Lisa Müller vom Judo-Club Leipzig in der Liste. Mit dem Innenschenkelwurf Uchi mata ging Müller mit vier Punkten in Führung, Dollinger versuchte alles, um das Blatt doch noch zu ihren Gunsten zu wenden, musste aber diesen Kampf gegen die spätere Vizemeisterin aus Sachsen als verloren abhaken. Nun hieß es, sich für den schwierigen Weg durch die Trostrunde zu motivieren, um die Chance auf eine Medaille offen zu halten. Lisa Dollinger zeigte ihre mentale Stärke – mit unangefochtenen Siegen über Larissa Timm aus Hamburg durch Schulterwurf (10:0), sowie Sarah Gregor vom Brandenburgischen Judo-Verband (ebenfalls Schulterwurf und 10:0 Punkte) traf sie um den Einzug ins kleine Finale gegen Merle Wittekindt aus Niedersachsen. Mit einer Außensichel (seitlicher Körperwurf) beendete Dollinger auch diesen Kampf vorzeitig mit 10:0 und zog somit in das kleine Finale ein. Hier traf sie auf Johanna Blietz vom austragendem Verein Judo-Club 90 Frankfurt an der Oder, aber auch auf die stark anfeuernden Judo Fans, die vom Heimvorteil profitieren wollten. Nach einer dramatischen Begegnung, in der Dollinger bereits mit zwei kleinen Verwarnungen wegen Passivität zurück lag, mobilisierte die Athletin des TV Kaufbeuren all ihr Können. Mit einem Schulterwurf zwang sie die Gegnerin in die Matte, wo Dollinger umgehend die Weiterführung im Bodenkampf suchte und mit einen Haltegriff die Brandenburgerin fixierte und damit ihre Bronzemedaille sicherte.
Nun musste David Karle zeigen, wie gut seine Tagesform war. In der Gewichtsklasse bis 66 kg, in der ebenfalls 26 Teilnehmer antraten, hatte er sich fest vorgenommen, eine Medaille zu machen. Das hatte er selbstbewusst seinen Trainern schon im Vorfeld prognostiziert. In der ersten Begegnung musste sich Karle dem Niedersachsen Maik Dittrich stellen. Mit seinem Spezialwurf Koshi guruma (Hüftwurf) konnte Karle mit 4:0 Punkten die Führung übernehmen. Anschließend zwang er seinen Gegner mit einer Würgetechnik zur vorzeitigen Aufgabe. In seinem zweiten Kampf setzte David Karle Jakob Latschinian vom Landesverband Hessen mit vielen kleinen Techniken so unter Druck, dass er am Ende des Kampfes den Sieg mit 3:1 Unterbewertungspunkten verbuchen konnte. Auch Georg Siegemund vom Olympiastützpunkt Berlin konnte Karle mit seinem starken Hüftwurf in die Matte zwingen – die dafür gewerteten fünf Punkte brachte er taktisch geschickt bis Ende der regulären Kampfzeit. Im Kampf um den Einzug ins Finale gegen Maxime Junghänel aus Mönchengladbach setzte der Nordrhein-Westfale einen Hüftwurf an, den Karle geschickt konterte und dafür mit fünf Punkten in Führung ging. Im Verlauf der Begegnung versuchte sein Widersacher nochmals einen Schulterwurf, Karle übernahm diese Technik und brachte ihn in einen Würger, der seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Nun hatten er seine Medaille – „sollte es Silber bleiben oder würde es in der nächsten Begegnung Gold werden“, war nun die Frage. Philipp Leon Cedric vom Landesverband Schleswig-Holsteins stand im Finale David Karle gegenüber – beide Judoka kennen sich von zahlreichen Turnieren und Lehrgängen in- und auswendig. Während Karle seine Taktik auf Angriff ausgerichtet hatte um Philipp von Beginn an unter Druck zu setzten, machte Philipp genau das Gegenteil und richtete seine Taktik auf Konter aus. Karl versuchte mit einem Hüftwurf seine Spezialtechnik durchzuziehen, als Philipp den Kaufbeurer blitzschnell mit Ura-nage ( Rückwärtswurf) konterte, was für Philipp Gold und für David Karle Silber bedeutete.
Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille können sowohl die bayerischen Landestrainer wie auch der Kaufbeurer Abteilungsleiter Dieter Zimmermann höchst zufrieden sein. Nun gilt es für die beiden Spitzenjudoka, sich auf die bevorstehenden European Cups vorzubereiten um wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Europameisterschaften zu sammeln.